Gewerbeversicherung Nürnberg
Betriebliche Absicherung ist kein Standardprodukt
Betriebshaftpflicht, Sach- und Ertragsausfall, D&O, Cyber: Wir analysieren, was Ihr Unternehmen wirklich riskiert, und schreiben es als unabhängiger Makler im Markt aus – für Unternehmen in Nürnberg, Fürth und Erlangen, seit 1990.
Betriebshaftpflicht
Die Betriebshaftpflicht ist die Grundlage, auf der alles andere steht: Sie deckt Personen-, Sach- und daraus folgende Vermögensschäden, die Ihr Unternehmen Dritten zufügt – und sie wehrt unberechtigte Ansprüche ab, was in der Praxis mindestens so viel wert ist. Für Einzelunternehmer und Personengesellschaften ist sie existenziell, weil dort mit dem Privatvermögen und unbegrenzt gehaftet wird.
Gesetzlich vorgeschrieben ist sie nur in einzelnen Berufen. Faktisch verlangt sie heute jeder größere Auftraggeber: Ohne Nachweis kommen Sie in keine Ausschreibung und auf keine Baustelle.
Worauf es ankommt, ist weniger die Summe als der Zuschnitt. Tätigkeitsbeschreibung, Tätigkeitsschäden, Bearbeitungsschäden, Mietsachschäden, erweiterte Produkthaftpflicht, Auslandsdeckung – an diesen Positionen entscheidet sich, ob ein Schaden gedeckt ist oder nicht.
Branchen, die wir betreuen
- Handwerk und Bau – Tätigkeits- und Bearbeitungsschäden, Bauleistung, Montage, Gerätekasko.
- Handel und Produktion – Produkthaftpflicht, Rückrufkosten, Waren- und Maschinenversicherung, Betriebsunterbrechung.
- Dienstleister und Beratung – Vermögensschadenhaftpflicht, Cyber, Büroinhalt.
- Apotheken – Abgabe- und Rezepturfehler, Botendienst, Kühlkette, Nacht- und Notdienst, Warenbestand und Kühlgut.
- Gastronomie und Hotellerie – Verkehrssicherung, Ertragsausfall, Inhalt, Elektronik.
- Immobilien- und Hausverwaltungen – Vermögensschaden, Vertrauensschaden, Gebäudebestände.
Was ein Unternehmen sonst noch braucht
Inhalt und Betriebsunterbrechung
Waren, Maschinen, Einrichtung – und der Ertragsausfall, wenn nach einem Brand drei Monate lang nicht produziert wird. Der Ausfall ist häufig der größere Posten und wird häufig zu knapp bemessen.
Cyberversicherung
Ransomware, Datenabfluss, Betriebsstillstand. Entscheidend ist die Assistance: Forensik, Wiederherstellung und Krisenkommunikation, verfügbar am Tag des Vorfalls. Versicherer zeichnen nur noch bei nachgewiesenen IT-Mindeststandards.
Mehr zur CyberversicherungD&O-Versicherung
Geschäftsführer haften nach § 43 GmbHG, Vorstände nach § 93 AktG, Aufsichtsräte über § 116 AktG – persönlich, unbegrenzt und mit umgekehrter Beweislast. Die D&O deckt reine Vermögensschäden aus Organhandeln.
D&O im DetailFlotte und Werkverkehr
Ab einer Handvoll Fahrzeuge lohnt der Wechsel vom Einzelvertrag in einen Flottenvertrag: ein Schadenverlauf, eine Fälligkeit, verhandelbare Konditionen statt Typklassenautomatik.
Rechtsschutz für Unternehmen
Arbeits-, Vertrags- und Strafrechtsschutz. Der Arbeitsrechtsschutz ist der Teil, der sich am schnellsten rechnet – jede Kündigung kann vor dem Arbeitsgericht landen.
Betriebliche Altersvorsorge
Seit 2022 ist der Arbeitgeberzuschuss von 15 Prozent bei Entgeltumwandlung für alle Zusagen verpflichtend. Richtig aufgesetzt ist die bAV zugleich ein Instrument zur Bindung von Fachkräften.
Zur bAVSo arbeiten wir
Risikoerfassung
Wir gehen durch, was Sie tatsächlich tun – nicht, was im Handelsregister steht. Tätigkeiten, Standorte, Werte, Lieferketten, Verträge mit Auftraggebern, Datenverarbeitung. Der häufigste Grund für eine Leistungsablehnung ist eine Tätigkeitsbeschreibung, die vor sechs Jahren gestimmt hat.
Lückenanalyse
Sie bekommen schriftlich, wo Sie unterversichert sind, wo Sie doppelt zahlen und welche Risiken Sie derzeit selbst tragen – ob bewusst oder nicht. Auch das Ergebnis „Das brauchen Sie nicht“ steht darin.
Ausschreibung im Markt
Wir holen Angebote bei den Versicherern ein, die Ihre Branche zeichnen, und nutzen als VEMA-Partner Deckungskonzepte, die über den Marktstandard hinausgehen. Sie sprechen dabei mit uns, nicht mit sechs Außendienstlern.
Vergleich der Bedingungen
Nebeneinandergelegt werden Deckungssummen, Selbstbehalte, Ausschlüsse, Serienschadenklauseln und Nachhaftung – nicht Beitragszeilen. Wir sagen Ihnen, welcher Unterschied im Ernstfall Geld kostet und welcher nur anders formuliert ist.
Betreuung und Schadenfall
Verträge werden jährlich gegen die tatsächliche Entwicklung geprüft – neue Standorte, neue Tätigkeiten, gestiegene Werte. Und im Schaden verhandeln wir mit dem Versicherer, statt Ihnen ein Formular zu schicken.
Häufige Fragen zur Gewerbeversicherung
Was kostet eine Betriebshaftpflicht für ein Kleingewerbe?
Der Beitrag richtet sich nach Branche, Umsatz und Mitarbeiterzahl – nicht nach der Rechtsform. Für risikoarme Tätigkeiten ohne Kundenverkehr in eigenen Räumen, etwa Beratung oder Bürodienstleistung, bewegt sich eine Betriebshaftpflicht typischerweise im unteren dreistelligen Bereich pro Jahr. Handwerk, Montage, alles mit Arbeiten an fremden Sachen und alles mit Publikumsverkehr liegt deutlich darüber, weil dort tatsächlich Schäden entstehen. Wichtiger als der Beitrag ist bei kleinen Gewerben die Tätigkeitsbeschreibung: Sie muss die tatsächlich ausgeübten Tätigkeiten abbilden. Eine falsch eingestufte Tätigkeit ist billig und im Schadenfall wertlos.
Ist eine Betriebshaftpflicht Pflicht?
Für die meisten Gewerbe nicht gesetzlich vorgeschrieben, für einige Berufe dagegen zwingend – etwa für Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten, Ärzte und Versicherungsvermittler, jeweils über das jeweilige Berufsrecht. Unabhängig davon verlangen Auftraggeber sie heute praktisch immer: Ohne Nachweis kommen Sie in keine Ausschreibung und auf keine Baustelle. Der eigentliche Grund, sie zu haben, ist aber ein anderer: Wer als Einzelunternehmer oder Personengesellschaft haftet, haftet mit dem Privatvermögen, und zwar unbegrenzt.
Was deckt eine D&O-Versicherung nicht ab?
Vier Bereiche fallen regelmäßig heraus. Erstens vorsätzliche Pflichtverletzungen und wissentliche Pflichtwidrigkeiten – der Kernausschluss jeder D&O, denn Vorsatz ist nicht versicherbar. Zweitens Geldstrafen, Bußgelder und Strafen mit Sanktionscharakter, soweit ihre Übernahme rechtlich unzulässig ist. Drittens Schäden an Personen und Sachen; dafür ist die Betriebshaftpflicht zuständig, nicht die D&O, die reine Vermögensschäden abdeckt. Und viertens alles, was vor Vertragsbeginn bereits bekannt war – Pflichtverletzungen, die man beim Abschluss schon kannte oder kennen musste, sind über die Umstandsmeldung ausgeschlossen. Hinzu kommen je nach Vertrag Ausschlüsse für Insolvenzverschleppung, Kartellrecht und Ansprüche zwischen verbundenen Unternehmen.
Wann zahlt eine D&O-Versicherung nicht?
Am häufigsten dann, wenn wissentliche Pflichtverletzung im Raum steht – der Versicherer stellt sich auf den Standpunkt, das Organ habe die Pflicht gekannt und dennoch verletzt. Weitere klassische Fälle: Der Versicherungsfall wurde zu spät gemeldet, obwohl D&O-Verträge auf dem Claims-made-Prinzip beruhen und deshalb nur Ansprüche decken, die während der Laufzeit erhoben und angezeigt werden. Oder die Pflichtverletzung liegt vor dem Beginn der Rückwärtsdeckung. Oder das Organ war zum fraglichen Zeitpunkt gar nicht in der versicherten Funktion. Deshalb sind Nachmeldefrist, Rückwärtsdeckung und die Behandlung ausgeschiedener Organe die drei Punkte, auf die wir bei jedem Vergleich zuerst schauen.
Ist eine D&O-Versicherung steuerpflichtig?
Schließt die Gesellschaft die D&O für ihre Organe ab, geschieht das im überwiegend eigenbetrieblichen Interesse: Sie sichert damit in erster Linie ihre eigenen Ersatzansprüche ab. Die Beiträge sind dann Betriebsausgaben und lösen beim Organ keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn aus. Anders liegt es, wenn die Police überwiegend dem persönlichen Interesse des Organs dient – etwa bei einer reinen Eigenschadendeckung oder einer persönlichen Police, deren Beitrag die Gesellschaft übernimmt. Dann kann ein geldwerter Vorteil entstehen. Die Abgrenzung hängt an der konkreten Vertragsgestaltung und sollte mit Ihrem Steuerberater geprüft werden – wir sorgen dafür, dass der Vertrag eine eindeutige Zuordnung ermöglicht.
Haftet ein Aufsichtsrat persönlich?
Ja. Über § 116 AktG in Verbindung mit § 93 AktG trifft Aufsichtsratsmitglieder dieselbe Sorgfaltspflicht wie den Vorstand, und sie haften bei deren Verletzung persönlich und unbeschränkt mit ihrem Privatvermögen. Bei der GmbH mit fakultativem Aufsichtsrat verweist § 52 GmbHG auf dieselben Vorschriften. Verschärfend kommt die Beweislast hinzu: Ist ein Schaden entstanden, muss das Organ darlegen, sorgfältig gehandelt zu haben – nicht die Gesellschaft das Gegenteil. Der zwingende Selbstbehalt des § 93 Abs. 2 Satz 3 AktG gilt dabei nur für Vorstandsmitglieder, nicht für Aufsichtsräte; eine gesonderte Aufsichtsratsdeckung ist gleichwohl sinnvoll, weil die Unternehmens-D&O im Konfliktfall von derselben Gesellschaft gesteuert wird, gegen die sich der Anspruch richtet.
Was kostet eine Cyberversicherung für Unternehmen?
Kalkuliert wird über Umsatz, Branche und das Sicherheitsniveau der IT. Der zweite Punkt ist inzwischen der entscheidende: Versicherer zeichnen Cyberrisiken nur noch bei nachgewiesenen Mindeststandards – Multifaktor-Authentifizierung für Fernzugriffe, getrennte und getestete Backups, aktuelles Patchmanagement, Notfallplan. Wer diese Punkte erfüllt, bekommt Deckung zu vertretbaren Beiträgen; wer sie nicht erfüllt, bekommt entweder gar kein Angebot oder eines mit Ausschlüssen, die im Ernstfall greifen. Wir klären deshalb vor der Ausschreibung, wo Sie stehen – das ist die Arbeit, die den Beitrag am stärksten beeinflusst.
Ist eine Cyberversicherung für Unternehmen sinnvoll?
Für jedes Unternehmen, dessen Betrieb ohne IT stillsteht oder das personenbezogene Daten verarbeitet – also praktisch für jedes. Der wirtschaftlich schwerste Posten ist dabei selten das Lösegeld, sondern die Betriebsunterbrechung: Tage, in denen nicht produziert, nicht abgerechnet und nicht ausgeliefert wird. Dazu kommen die Kosten der Wiederherstellung, die Meldepflicht nach Art. 33 DSGVO binnen 72 Stunden und mögliche Ansprüche Betroffener. Der praktisch wertvollste Teil einer guten Cyberpolice ist aber die Assistance: IT-Forensik, Krisenkommunikation und Rechtsberatung, erreichbar am Tag des Vorfalls. Diese Dienstleister zu finden, während das Unternehmen steht, ist der eigentliche Engpass.
Passend dazu
Der beste Zeitpunkt für eine Risikoanalyse ist, bevor etwas passiert – und der zweitbeste ist jetzt. Ein erstes Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts.